Kulturerbetage ins Jahr 2021 verschoben 

„Kulturerbetage an der Neiße“, die im November dieses Jahres vom 5.11 bis 7.11 im Rahmen des deutsch-polnischen Projektes „Denk mal: Unser Erbe – Deine Zukunft“ geplant waren, finden nicht statt. Die Projektpartner haben aufgrund der zweiten Coronavirus-Welle entschieden, die Kulturveranstaltungen vorläufig auf März im nächsten Jahr zu verlegen. Die endgültige Entscheidung über einen Termin treffen wir im Dezember. Diese Verlegung betrifft die Durchführung der Kulturerbetage d.h. Vorlesungen, Konzerte, Geschichtsworkshops, Vorträge und Diskussionen über die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft unserer Region.
Die Projektpartner vom „Denk mal: Unser Erbe – Deine Zukunft“ sind: die Stadt Zgorzelec, Freie evangelische Gemeinde Görlitz und Görlitzer Kulturservice GmbH. Das Projekt beinhaltet die Sanierung von zwei historischen Objekten: des Städtischen Kulturhauses  Zgorzelec und des Gebäudes „Alte Mälzerei“ im Tivoli-Komplex in Görlitz. In beiden Standorten laufen die Sanierungsarbeiten trotz der dauernden Pandemie. 
Das Projekt wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polska-Sachsen 2014-2020 mitfinanziert.

Projektpartner

Die Kuppel war und wird grün sein,

und ihre Spitze bekommt die Krone zurück.

Das Bauunternehmen KROMBUD sp. z.o.o spricht über die Sanierung des Städtischen Kulturhauses Zgorzelec

Wir warfen einen Blick ins Städtische Kulturhaus Zgorzelec. Es ist viel los! Die Bauarbeiten, die im Rahmen des deutsch-polnischen, EU-geförderten Projektes „Denk Mal: unser Erbe – deine Zukunft“ durchgeführt werden, gewinnen von Tag zu Tag am Tempo. Herr Krzysztof Hałoński, der Bauleiter, spricht darüber, was gemacht wurde und was  geplant ist.

Die Sanierung eines historischen Denkmals ist eine Herausforderung. Könnten Sie uns sagen, was bisher gemacht werden konnte?

Als erste Bauarbeit erfolgte der Gerüstaufbau an der Süd- und Ostwand des Gebäudes. Die Sanierung an der Fassade wurde mit der Bestandsaufnahme des vorhandenen Putzes begonnen. Eine Fachfirma untersuchte die Feuchtigkeit, die Konzentration von schädlichen Salzen, Chloriden, Sulfaten und Nitraten, diese Untersuchung war die Grundlage für die Bestimmung der Technologie für ddie Putzsanierung. Es stellte sich heraus, dass in der Erdgeschoßebene, also im ersten Teil der Fassade, viel Feuchtigkeit und Salzgehalt auftreten und der Putz an dieser Stelle zu entfernen und wiederherzustellen ist.

Aktuell wird die Farbe von der Fassade ausgewaschen und es gab eine Überraschung, weil es sich herausstellte, dass die bisherige weiße Farbe sekundär ist. Ursprünglich hatte die Fassade eine standsteinähnliche Farbe. Bald soll der Denkmalpfleger nach einem vor-Ort-Termin entscheiden, welche Farbe die renovierten Süd- und Ostfassaden erhalten sollen.

Welche Arbeiten werden an der Kuppel durchgeführt?

Der erste Bauabschnitt ist der Gerüstaufbau, was schon eine Herausforderung  sowohl für uns als auch für die damit beauftragte Fachfirma darstellt. An der Unterkuppel sind nur 4 Stellen, an denen wir mit dem Gerüst „starten“ können. Aktuell wird die ganze Kuppel eingerüstet.

Wenn es um den Arbeitsumfang geht, wird eine komplette Bestandaufnahme der Kuppel gemacht, damit wir wissen, welche Bestandteile in einem guten Zustand sind und welche ausgewechselt werden müssen. Ich weiß es noch nicht, wie es mit der Spitze selbst aussieht, aber Kupferteile sind teilweise auszuwechseln. Vier Drachen, die sich an Ecken  befinden, werden gereinigt, weil Vögel dort eine komplette Verwüstung anrichteten – sie verbogen Blechteile, die wir wiederherstellen werden. Die nächste Etappe der Bestandsaufahme sind Kuppellichter, also Glasscheiben, durch die die Hauptmosaikfenster beleuchtet werden. Gemeinsam mit einem Vertreter der Denkmalpflege werden wir den notwendigen Arbeitsumfang festlegen.

Werden Arbeiten an der Kuppelkrönung geführt?

Ja. Die Kaiserkrone, die an der Kuppelspitze war, wird rekonstruiert und kommt an seinen ursprünglichen Standort zurück. Die Arbeiten an der Krone beginnen wir mit Abstimmungen mit dem Denkmalpfleger, der deren Form und Ausmaß bestätigen wird.

Bleibt die Kuppel grün?
Selbstverständlich! Die jetzige (grüne) Farbe ist das Ergebnis der natürlichen Oxidation des Kupfers. Es ist die sogenannte Patina, die die Kupferkorrosion verhindert. Man kann sagen, dass Kupfer selbst eine Schutzschicht bildet. Wenn wir die Patina auswaschen würden, würde dieser Teil schwächer (das Blech wäre einfach dünner) und zweitens würde das Kupfer nach einer bestimmen Zeit wieder grün sein, weil sich Patina erneut bilden würde.

Und was mit den sich auf dem Dach befindlichen Skulpturen und Reliefs?

Restauriert werden sechs Eckfiguren aus Sandstein. Zuerst müssen wir ein Gerüst um sie aufstellen, damit die für ihre Renovierung zuständige Person einen freien und sicheren Zugang hat.

 

KROMBUD sp. z o.o. ist tätig in der ganzen Woiwodschaft Niederschlesien. Innerhalb der fast drei Jahre ihrer Tätigkeit setzte die Firma zahlreiche Aufträge in verschiedenen Gebieten der Baubranche um. Die Qualität ihrer angebotenen Dienstleistungen, umfangreiche Marktkenntnisse, effiziente Tätigkeiten, ein hohes technisches, Ingenieur- und Planungspotential machten die dynamische Entwicklung des Unternehmens möglich.

Das Projekt „Denk Mal: unser Erbe – deine Zukunft“ wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 mitfinanziert.

Die Sanierung des Städtischen Kulturhauses ist gestartet

In Zgorzelec bekommt ein historisches Gebäude seinen Glanz zurück und in Görlitz wird die alte Mälzerei im Tivoli-Komplex wieder aufgebaut. Möglich ist es dank des EU-Projektes „Denk Mal: Unser Erbe – Deine Zukunft“, das im deutsch-polnischen Grenzraum umgesetzt wird.
Das mit der grünen Kuppel gekrönte Gebäude der ehemaligen Oberlausitzer Ruhmeshalle, das heute das Kulturhaus der Stadt Zgorzelec beherbergt, ist eines der meistbesuchten Denkmäler in Zgorzelec und sein Wahrzeichen. Über seine Renovierung wurde seit langem gesprochen, jedoch konnte der Vertrag über die Revitalisierungsarbeiten erst am 28. April 2020 unterzeichnet werden. Zuvor hatte sich die Stadt viele Jahre um Gelder für die Sanierung bemüht. Als Herausforderung erwies sich auch die Suche nach einem Auftragnehmer, der diese schwierige Aufgabe übernehmen würde. Aufgrund des Mangels an Angeboten scheiterte die erste, 2019 veröffentlichte Ausschreibung und das Ergebnis des zweiten, Anfang 2020 ausgeschriebenen Vergabeverfahrens war ein halber Erfolg, da das Angebot des potenziellen Bieters die von der Stadt für den Zweck bereitgestellten Mittel überstieg.
Eine ausführende Baufirma konnte erst im Februar 2020 ausgewählt werden, nachdem die Stadt die Mittel für die Sanierung des Hauses aufgestockt hatte. Der Auftragnehmer ist die Firma KROMBUD, die am 5. Mai mit Sanierungsarbeiten begonnen hat. Die Bauarbeiten umfassen die Dach- und Fassadenrenovierung, die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 1 Million Euro, wovon ca. 0,5 Mio. Euro EU-Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 sind.
„Es ist ein weiterer wichtiger Punkt in unserem Revitalisierungsplan der Stadt, für den wir Gelder akquirieren konnten. Ich freue mich, dass dieses schöne Baudenkmal mit seiner interessanten Geschichte, das seit der Entstehung der Stadt Zgorzelec eine sehr wichtige Rolle für die Bürger der Stadt spielt, endlich renoviert wird", sagt Bürgermeister Rafał Gronicz.
Der erste Bauabschnitt umfasst die komplette Dachsanierung, einschließlich Kupferteile der Dachkuppel und architektonische Dekorationselemente. Ausgeführt werden Abbrucharbeiten, darunter werden Oberlichter und Holzwände der Oberlichtsockel demontiert, Risse und Kratzer sowie Außenfassadenputz werden auch repariert. Dieser Bauabschnitt wird mit der Montage der Holzwände und Oberlichter abgeschlossen.
Im nächsten Bauabschnitt wird sich die Baufirma mit der Dachdecke, Blecharbeiten, der Blitzschutzanlage sowie der Sanierung der Dachkuppel beschäftigen. Die letzte Sanierungsetappe ist die Renovierung der Außenfassaden, die gereinigt und aufgefrischt werden müssen. Alle Restaurierungsarbeiten am Gebäude werden unter der ständigen denkmalpflegerischen Aufsicht durchgeführt. 

Presse über uns

Für die Sanierung der Alten Mälzerei am Görlitzer Tivoli und des Dom Kultury wollte die EU zunächst nichts geben. Dann erkannte sie den Wert des Vorhabens.