Die Sanierung des Städtischen Kulturhauses ist gestartet

In Zgorzelec bekommt ein historisches Gebäude seinen Glanz zurück und in Görlitz wird die alte Mälzerei im Tivoli-Komplex wieder aufgebaut. Möglich ist es dank des EU-Projektes „Denk Mal: Unser Erbe – Deine Zukunft“, das im deutsch-polnischen Grenzraum umgesetzt wird.
Das mit der grünen Kuppel gekrönte Gebäude der ehemaligen Oberlausitzer Ruhmeshalle, das heute das Kulturhaus der Stadt Zgorzelec beherbergt, ist eines der meistbesuchten Denkmäler in Zgorzelec und sein Wahrzeichen. Über seine Renovierung wurde seit langem gesprochen, jedoch konnte der Vertrag über die Revitalisierungsarbeiten erst am 28. April 2020 unterzeichnet werden. Zuvor hatte sich die Stadt viele Jahre um Gelder für die Sanierung bemüht. Als Herausforderung erwies sich auch die Suche nach einem Auftragnehmer, der diese schwierige Aufgabe übernehmen würde. Aufgrund des Mangels an Angeboten scheiterte die erste, 2019 veröffentlichte Ausschreibung und das Ergebnis des zweiten, Anfang 2020 ausgeschriebenen Vergabeverfahrens war ein halber Erfolg, da das Angebot des potenziellen Bieters die von der Stadt für den Zweck bereitgestellten Mittel überstieg.
Eine ausführende Baufirma konnte erst im Februar 2020 ausgewählt werden, nachdem die Stadt die Mittel für die Sanierung des Hauses aufgestockt hatte. Der Auftragnehmer ist die Firma KROMBUD, die am 5. Mai mit Sanierungsarbeiten begonnen hat. Die Bauarbeiten umfassen die Dach- und Fassadenrenovierung, die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 1 Million Euro, wovon ca. 0,5 Mio. Euro EU-Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 sind.
„Es ist ein weiterer wichtiger Punkt in unserem Revitalisierungsplan der Stadt, für den wir Gelder akquirieren konnten. Ich freue mich, dass dieses schöne Baudenkmal mit seiner interessanten Geschichte, das seit der Entstehung der Stadt Zgorzelec eine sehr wichtige Rolle für die Bürger der Stadt spielt, endlich renoviert wird", sagt Bürgermeister Rafał Gronicz.
Der erste Bauabschnitt umfasst die komplette Dachsanierung, einschließlich Kupferteile der Dachkuppel und architektonische Dekorationselemente. Ausgeführt werden Abbrucharbeiten, darunter werden Oberlichter und Holzwände der Oberlichtsockel demontiert, Risse und Kratzer sowie Außenfassadenputz werden auch repariert. Dieser Bauabschnitt wird mit der Montage der Holzwände und Oberlichter abgeschlossen.
Im nächsten Bauabschnitt wird sich die Baufirma mit der Dachdecke, Blecharbeiten, der Blitzschutzanlage sowie der Sanierung der Dachkuppel beschäftigen. Die letzte Sanierungsetappe ist die Renovierung der Außenfassaden, die gereinigt und aufgefrischt werden müssen. Alle Restaurierungsarbeiten am Gebäude werden unter der ständigen denkmalpflegerischen Aufsicht durchgeführt. 

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Für die Sanierung der Alten Mälzerei am Görlitzer Tivoli und des Dom Kultury wollte die EU zunächst nichts geben. Dann erkannte sie den Wert des Vorhabens.